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Ist Thierse der Sarrazin der Hipster?

Im Zuge der mit Wolfgang Thierses kurrentem Interview nun endgültig im Mainstream angekommenen Berliner Schwabenkritik sei eine Anmerkung gestattet. Wer berufsbedingt häufig dem ICE Stuttgart-Berlin zusteigen muß, erlebt:
  • stark alkoholisierte Stuttgarter Werber aus der ersten Klasse, die von speziellen Deutsche-Bahn-Sicherheitskräften ins Bistro begleitet werden müssen, damit sie dort nur Apfelschorle bestellen und kein fuchzehntes Bier;
  • junge Eltern, die ein Kind namens Frederik offenkundig zweisprachig aufziehen wollen, und zwar in den Sprachen "Affektiertes, überkandideltes Hochdeutsch" und "Grammatisch falsches, unidiomatisches Schulbuchfranzösisch mit Schwarzwaldakzent" (das Kind soll offenbar frühzeitig lernen, problemlos von gleich zwei Kulturen gehaßt zu werden);
  • junge Paare, die mit vier Koffern, zwei mannshohen Abenteuerrucksäcken, einem großen Korb voller "Snacks" und einer Jumbo-Einkaufstüte mit verspäteten Weihnachtsgeschenken ein Abteil besetzen, aus ebendiesen Gepäckteilen dann eine Art Ritterburg um sich herum errichten, jedes Mal deutlich hörbar aufstöhnen, sofern ein anderer Reisender zum Zwecke des Toilettenbesuchs diese Burg überwinden muß, und den Verweis auf die zahlreichen Schließ- und Staufächer in den Gängen zurückweisen mit der Bemerkung, man habe schließlich Wertsachen bei sich (Subtext: Weiß einer wie Sie überhaupt, was Wertsachen heute wert sind?).
Jedem denkenden Menschen muß Rassismus ein Greuel sein; doch wenn man überlegt, daß die Berliner jeden Tag eine wachsende Zahl dieser Menschen integrieren müssen, betrachtet man die ganze Debatte mit neuem Ernst.

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Kauft nicht bei Deutschen!

Wegen Ihres November-Covers "Kauft nicht bei Deutschen" erhält die Redaktion der "Konkret" derzeit Post von der scheint's völlig entfesselten Polizei Hamburg. Den zugehörigen Leitartikel hatte damals ich verfaßt; er wird hier ungekürzt wiedergegeben.
SBD - Kauft nicht bei Deutschen!
Dieser Aufruf richtet sich an die deutsche Zivilgesellschaft, vor allem an die hiesigen Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Berufs- und Wirtschaftsverbände sowie an alle Gruppen und Personen, die sich dem Frieden™ und der guten Laune verpflichtet fühlen.Es ist der Redaktion dieser Zeitschrift zu Ohren gekommen, daß einige ihrer Leserinnen und Leser immer noch bedenkenlos Produkte und Dienstleistungen konsumieren, die auf dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches produziert werden. Gutgemeinte Warnkampagnen wie “Made in Germany”, die von ehemaligen Opfern Deutschlands ins Leben gerufen wurden, haben ihre Funktion weitgehend eingebüßt, werden teilweise sogar als geschmackloses Qu…

Endlich

Die Arbeit von zwei Jahren trägt endlich Früchte: Ich kann nun an sieben Punkten der Wohnung sitzender- und liegenderweis mein Handy aufladen, mit diskret vertäuten, stabil konstruierten USB-Kabeln, die nicht plötzlich kaputtgehen oder "verschwinden", "liebe" Übernachtungsgäste. Ich möchte nicht übertreiben, aber der Aufwand entsprach in etwa dem der Sixtinischen Kapelle. Kommende Generationen werden mir danken für dieses Denkmal der Bequemlichkeit.Damit ist meine Aufgabe auf Eurem Planeten erfüllt *beamt sich raus*
Mit den sog. Drogen verbindet mich praktisch nichts. Nie ein Bedürfnis gehabt, nie sonderlich gute Erfahrungen gemacht. Wenn mich Freunde zum Konsum überredeten, lief es meist darauf hinaus, daß wir gemeinsam auf dem Sofa saßen und auf die Wirkung warteten, während ich eigentlich nur ins Internet wollte. Wenn die Wirkung dann endlich eintrat, mußte ich geduldig Gesichtsprickeln, Gedankenwirrsal und den Anblick meiner peinlich entrückten Freunde über mich ergehen lassen; das Bedürfnis nach Internet in dieser Zeit wurde dadurch nur stärker, geradezu quälend. Große Erleichterung, wenn Freund und Rausch dann fort waren und ENDLICH WIEDER INTERNE T