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Der Süddeutsche Beobachter

"Im Gaza-Konflikt sind bislang 1300 Palästinenser sowie 56 Israelis gestorben; diese Verhältnisse deuten nicht darauf hin, daß Israel nur das tut, was landläufig unter 'verteidigen' verstanden wird."
- D. Esslinger: Eine Frage der Solidarität. SZ 31.07.14

Was genau versucht Detlef Esslinger hier anzudeuten? Daß die Israelis insgeheim von nichts anderem als purer Niedertracht, ja Mordlust getrieben sind? Oder daß ihm immer noch nicht genügend Juden gestorben sind? Und wenn nicht, warum sagt er dann nicht, was er meint? Solches Geraune jedenfalls muß man in Deutschlands führend-linksliberaler Zeitung lesen, zwei Tage nach dem knapp verhinderten Brandanschlag auf eine Synagoge. Man wundere sich bitte über nichts mehr.

PS. "Diskussion deaktiviert - Liebe Leser, wir haben uns dazu entschieden, zu diesem Artikel keine Beiträge zuzulassen. Wir bitten Sie um Verständnis. Ihr Süddeutsche.de-Team." Weil sie insgeheim genau wissen, welche Fans sie damit bedienen. Und sich aber ein bißchen dafür schämen. Halt leider nur ein bißchen.

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Leseprobe: "Waschmaschinen über Prag"

Seit Juni letzten Jahres verfasse ich zusammen mit dem fabelhaften Benjamin Weissinger einen komischen Roman: "Waschmaschinen über Prag", ein Kolossalgemälde des aktuellen Uni- und Jungmenschenmilieus. Ein Riesenspaß, mit dem wir allerdings auch Geld verdienen wollen - wir schreiben hinter einer Paywall bei Patreon. War der Roman ursprünglich dafür gedacht, Leute zu werben, die unseren verkrachten Künstlerexistenzen unter die Arme greifen möchten, ist das Ganze jetzt mehr und mehr ausgeufert; wir denken schon darüber nach, ein Wiki anzulegen. Irgendwann soll das Ganze vielleicht sogar in Druck gehen.

Neue Folgen erscheinen zweimal wöchentlich, jeweils freitags bei Benjamin und montags bei mir. Wenn Euch die Leseprobe gefällt, würden wir uns freuen, wenn Ihr uns unterstützt. Auf unseren Patreon-Seiten gibt es außerdem jede Menge anderen amüsanten Unfug, Vorab-Previews, Hinterher-Reviews und ungeschönte Einblicke in die Schmuddelwerkstatt zweier zerfahrener Gestalten.

Wer nicht …
Heinrich Wefing schreibt in der "Zeit":

"Überall in Europa steht der Rechtsstaat unter Druck. Rechte und linke Populisten untergraben seine Fundamente: die Gewaltenteilung, die Unabhängigkeit der Justiz, die Menschenrechte. Wer sie nicht verteidigt, hilft den Autokraten."

Jaja, wenn eines uns Sorgen machen muß, dann die zahlreichen linken Regime in Europa, von denen das gefährlichste das einer deutschen Linkspartei ist, die regelmäßig sogar Platz vier oder fünf bei Wahlen erreicht. Ihre Vorhaben sind mindestens mit denen Orbáns vergleichbar: jener will gleich die Justiz abschaffen, diese immerhin das Busticket - beides Fundamente unseres Rechtsstaats!

Daß aber einer inmitten eines europaweiten Rechtsrucks den Himmel noch immer voller Hufeisen hängen haben kann, dafür bedarf es wahrscheinlich des kuschelweichen Kokons eines deutschen Qualitätsfeuilletons...
Fitness-Armbänder sind die Freundschaftsbändchen der 10er Jahre.