Direkt zum Hauptbereich
Ah, ich flippe aus! Warum müßt ihr Narren euer ach so originelles Facebook-Pseudonym auch noch alle paar Monate ändern?! Auf daß euch nur ja keiner finde? Ich verstehe das einfach nicht! Mit viel gutem Willen habe ich mir euren ersten Namen eingeprägt, und obwohl ihr euch selber Mina Schokoladenvogel oder Jan Firlefanz nennt, nehme ich euch TROTZDEM als mündige Erwachsene ernst – nur um genau dann, wenn ich euch mal einen lieben Brief schreiben will, feststellen zu müssen, daß ihr SCHON WIEDER EIN NEUES PSEUDONYM habt! Und ich wiederum keine Ahnung, an wen ich meine zarten Zeilen wenden soll. Ich weiß, ihr seid alle superclevere Geheimagenten, ihr haltet brav stand, wenn der Zuckerjud' euch eure Daten klauen will – aber es ist wirklich KOMPLETT SINNLOS! Mit eurer Geheimniskrämerei beweist ihr nämlich nur, daß ihr zu bequem oder zu doof seid, euch mit den Privatsphärefunktionen auseinanderzusetzen. Und Facebook weiß eh alles über euch. ALLES! Da gibt es gar kein Vertun, dagegen könnt ihr gar nichts machen. Facebook weiß sogar alles über die meisten Leute, die NICHT bei Facebook sind. Die Daten-Apokalypse ist bereits eingetreten! Es gibt nichts mehr zu retten! The day after, Leute! Jetzt können wir nur mehr unsere Verwundeten pflegen und uns die letzten Tage so angenehm wie möglich machen. Indem wir uns z.B. nette Briefe schreiben, SIEHE OBEN!
Bonusfeststellung, unangenehm, gleichwohl wahr: Je unwichtiger die Leute sind, umso größer ihre Angst davor, ausspioniert zu werden.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Kauft nicht bei Deutschen!

Wegen Ihres November-Covers "Kauft nicht bei Deutschen" erhält die Redaktion der "Konkret" derzeit Post von der scheint's völlig entfesselten Polizei Hamburg. Den zugehörigen Leitartikel hatte damals ich verfaßt; er wird hier ungekürzt wiedergegeben.
SBD - Kauft nicht bei Deutschen!
Dieser Aufruf richtet sich an die deutsche Zivilgesellschaft, vor allem an die hiesigen Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Berufs- und Wirtschaftsverbände sowie an alle Gruppen und Personen, die sich dem Frieden™ und der guten Laune verpflichtet fühlen.Es ist der Redaktion dieser Zeitschrift zu Ohren gekommen, daß einige ihrer Leserinnen und Leser immer noch bedenkenlos Produkte und Dienstleistungen konsumieren, die auf dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches produziert werden. Gutgemeinte Warnkampagnen wie “Made in Germany”, die von ehemaligen Opfern Deutschlands ins Leben gerufen wurden, haben ihre Funktion weitgehend eingebüßt, werden teilweise sogar als geschmackloses Qu…

Endlich

Die Arbeit von zwei Jahren trägt endlich Früchte: Ich kann nun an sieben Punkten der Wohnung sitzender- und liegenderweis mein Handy aufladen, mit diskret vertäuten, stabil konstruierten USB-Kabeln, die nicht plötzlich kaputtgehen oder "verschwinden", "liebe" Übernachtungsgäste. Ich möchte nicht übertreiben, aber der Aufwand entsprach in etwa dem der Sixtinischen Kapelle. Kommende Generationen werden mir danken für dieses Denkmal der Bequemlichkeit.Damit ist meine Aufgabe auf Eurem Planeten erfüllt *beamt sich raus*
Mit den sog. Drogen verbindet mich praktisch nichts. Nie ein Bedürfnis gehabt, nie sonderlich gute Erfahrungen gemacht. Wenn mich Freunde zum Konsum überredeten, lief es meist darauf hinaus, daß wir gemeinsam auf dem Sofa saßen und auf die Wirkung warteten, während ich eigentlich nur ins Internet wollte. Wenn die Wirkung dann endlich eintrat, mußte ich geduldig Gesichtsprickeln, Gedankenwirrsal und den Anblick meiner peinlich entrückten Freunde über mich ergehen lassen; das Bedürfnis nach Internet in dieser Zeit wurde dadurch nur stärker, geradezu quälend. Große Erleichterung, wenn Freund und Rausch dann fort waren und ENDLICH WIEDER INTERNE T