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Ein Studium sollte v.a. einen Rahmen bieten
Filipp Piatovs Welt-Artikel, in dem er sich selbst zu seiner Studienwahl gratuliert, hat bei mir schon eine mittelschwere Deprimation ausgelöst. Stolz aufs bedingungs- und widerstandslose Funktionieren, von keinem Gedanken getrübtes Nachplappern des allgegenwärtigen Leistungs- und Untertanensprechs, dazu noch der Schmalz vom armen Russenbuben, der von gütigen Deutschen hochgepäppelt wurde - es ist schon alles ein rechter Graus. Als ich 2001 zu studieren begann, gab es diesen Typus Studenten auch, aber da konnte man ja noch ernsthaft der Illusion nachhängen, man hätte eine Chance, der große Crash kam ja erst noch. Heute, da man objektiv keine mehr hat, wirkt diese diensteifrige PR fürs Bestehende noch einen Zacken verblendeter, ja schon fast klinisch verrückt.

Nebenbei: Man muß sich ernsthaft fragen, wer jetzt, nach der Krise, überhaupt auf die Idee kommt, v.a. Finanzen studieren zu wollen. Es müssen die gräßlichsten Menschen auf der Welt sein.

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Kauft nicht bei Deutschen!

Wegen Ihres November-Covers "Kauft nicht bei Deutschen" erhält die Redaktion der "Konkret" derzeit Post von der scheint's völlig entfesselten Polizei Hamburg. Den zugehörigen Leitartikel hatte damals ich verfaßt; er wird hier ungekürzt wiedergegeben.
SBD - Kauft nicht bei Deutschen!
Dieser Aufruf richtet sich an die deutsche Zivilgesellschaft, vor allem an die hiesigen Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Berufs- und Wirtschaftsverbände sowie an alle Gruppen und Personen, die sich dem Frieden™ und der guten Laune verpflichtet fühlen.Es ist der Redaktion dieser Zeitschrift zu Ohren gekommen, daß einige ihrer Leserinnen und Leser immer noch bedenkenlos Produkte und Dienstleistungen konsumieren, die auf dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches produziert werden. Gutgemeinte Warnkampagnen wie “Made in Germany”, die von ehemaligen Opfern Deutschlands ins Leben gerufen wurden, haben ihre Funktion weitgehend eingebüßt, werden teilweise sogar als geschmackloses Qu…

Endlich

Die Arbeit von zwei Jahren trägt endlich Früchte: Ich kann nun an sieben Punkten der Wohnung sitzender- und liegenderweis mein Handy aufladen, mit diskret vertäuten, stabil konstruierten USB-Kabeln, die nicht plötzlich kaputtgehen oder "verschwinden", "liebe" Übernachtungsgäste. Ich möchte nicht übertreiben, aber der Aufwand entsprach in etwa dem der Sixtinischen Kapelle. Kommende Generationen werden mir danken für dieses Denkmal der Bequemlichkeit.Damit ist meine Aufgabe auf Eurem Planeten erfüllt *beamt sich raus*
Mit den sog. Drogen verbindet mich praktisch nichts. Nie ein Bedürfnis gehabt, nie sonderlich gute Erfahrungen gemacht. Wenn mich Freunde zum Konsum überredeten, lief es meist darauf hinaus, daß wir gemeinsam auf dem Sofa saßen und auf die Wirkung warteten, während ich eigentlich nur ins Internet wollte. Wenn die Wirkung dann endlich eintrat, mußte ich geduldig Gesichtsprickeln, Gedankenwirrsal und den Anblick meiner peinlich entrückten Freunde über mich ergehen lassen; das Bedürfnis nach Internet in dieser Zeit wurde dadurch nur stärker, geradezu quälend. Große Erleichterung, wenn Freund und Rausch dann fort waren und ENDLICH WIEDER INTERNE T