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Für das leibliche Wohl ist gesorgt

"Wir sind dankbar für eine unglaublich tolle gemeinsame Zeit." Als ich dieses Epitaph in eigener Sache zuerst sah, dachte ich zunächst: Herrje, es reicht halt die Sprache nicht und nicht an die Verzweiflung heran, wenn man schon den Tod des Lebensmenschen mit Worten beklagt, die man normalerweise nach zehn Tagen Moselurlaub ins Gästebuch der "Café-Pension Schmankerlwirt" schreibt. Aber dann dachte ich mir: Ist das Leben nicht auch ein bißchen wie ein Aufenthalt im Schmankerlwirt? Man kommt aus den falschen Gründen und mit fehlgeleiteten Empfehlungen, wird sofort mit den falschen Leuten an einen Tisch gesetzt und muß dann erst mal warten, weil die Küche überhaupt erst aufmacht, was den Zuständigen viel weniger leidtut, als es sollte. Die Zimmer sind schlecht beheizt, ins Wlan muß man sich im Stundentakt neu einwählen, und wenn man dann auschecken möchte, stellt man fest, daß man die ganze Zeit auf Halbpension gebucht war und trotzdem immer teuer essen gegangen ist. Aber gleichzeitig ist das alles halt auch nicht so schlimm, weil es ja keine Fernreise war und ohnehin im Angebot, und für nur zehn Tage, was soll man sich da aufregen. Was ich sagen möchte: Mit einem Satz wie "Bedienung und Service supernett, und das Essen war DER HAMMER", mit so einem Satz kann man dem Schmankerlwirt Existenz Lebewohl sagen und seinen Hut nehmen, ohne sich selbst oder andere allzu sehr zu beschämen. Möget Ihr alle "Jederzeit wieder!" auf Eure Grabsteine schreiben können.

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Kauft nicht bei Deutschen!

Wegen Ihres November-Covers "Kauft nicht bei Deutschen" erhält die Redaktion der "Konkret" derzeit Post von der scheint's völlig entfesselten Polizei Hamburg. Den zugehörigen Leitartikel hatte damals ich verfaßt; er wird hier ungekürzt wiedergegeben.
SBD - Kauft nicht bei Deutschen!
Dieser Aufruf richtet sich an die deutsche Zivilgesellschaft, vor allem an die hiesigen Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Berufs- und Wirtschaftsverbände sowie an alle Gruppen und Personen, die sich dem Frieden™ und der guten Laune verpflichtet fühlen.Es ist der Redaktion dieser Zeitschrift zu Ohren gekommen, daß einige ihrer Leserinnen und Leser immer noch bedenkenlos Produkte und Dienstleistungen konsumieren, die auf dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches produziert werden. Gutgemeinte Warnkampagnen wie “Made in Germany”, die von ehemaligen Opfern Deutschlands ins Leben gerufen wurden, haben ihre Funktion weitgehend eingebüßt, werden teilweise sogar als geschmackloses Qu…

Endlich

Die Arbeit von zwei Jahren trägt endlich Früchte: Ich kann nun an sieben Punkten der Wohnung sitzender- und liegenderweis mein Handy aufladen, mit diskret vertäuten, stabil konstruierten USB-Kabeln, die nicht plötzlich kaputtgehen oder "verschwinden", "liebe" Übernachtungsgäste. Ich möchte nicht übertreiben, aber der Aufwand entsprach in etwa dem der Sixtinischen Kapelle. Kommende Generationen werden mir danken für dieses Denkmal der Bequemlichkeit.Damit ist meine Aufgabe auf Eurem Planeten erfüllt *beamt sich raus*
Mit den sog. Drogen verbindet mich praktisch nichts. Nie ein Bedürfnis gehabt, nie sonderlich gute Erfahrungen gemacht. Wenn mich Freunde zum Konsum überredeten, lief es meist darauf hinaus, daß wir gemeinsam auf dem Sofa saßen und auf die Wirkung warteten, während ich eigentlich nur ins Internet wollte. Wenn die Wirkung dann endlich eintrat, mußte ich geduldig Gesichtsprickeln, Gedankenwirrsal und den Anblick meiner peinlich entrückten Freunde über mich ergehen lassen; das Bedürfnis nach Internet in dieser Zeit wurde dadurch nur stärker, geradezu quälend. Große Erleichterung, wenn Freund und Rausch dann fort waren und ENDLICH WIEDER INTERNE T