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Für das leibliche Wohl ist gesorgt

"Wir sind dankbar für eine unglaublich tolle gemeinsame Zeit." Als ich dieses Epitaph in eigener Sache zuerst sah, dachte ich zunächst: Herrje, es reicht halt die Sprache nicht und nicht an die Verzweiflung heran, wenn man schon den Tod des Lebensmenschen mit Worten beklagt, die man normalerweise nach zehn Tagen Moselurlaub ins Gästebuch der "Café-Pension Schmankerlwirt" schreibt. Aber dann dachte ich mir: Ist das Leben nicht auch ein bißchen wie ein Aufenthalt im Schmankerlwirt? Man kommt aus den falschen Gründen und mit fehlgeleiteten Empfehlungen, wird sofort mit den falschen Leuten an einen Tisch gesetzt und muß dann erst mal warten, weil die Küche überhaupt erst aufmacht, was den Zuständigen viel weniger leidtut, als es sollte. Die Zimmer sind schlecht beheizt, ins Wlan muß man sich im Stundentakt neu einwählen, und wenn man dann auschecken möchte, stellt man fest, daß man die ganze Zeit auf Halbpension gebucht war und trotzdem immer teuer essen gegangen ist. Aber gleichzeitig ist das alles halt auch nicht so schlimm, weil es ja keine Fernreise war und ohnehin im Angebot, und für nur zehn Tage, was soll man sich da aufregen. Was ich sagen möchte: Mit einem Satz wie "Bedienung und Service supernett, und das Essen war DER HAMMER", mit so einem Satz kann man dem Schmankerlwirt Existenz Lebewohl sagen und seinen Hut nehmen, ohne sich selbst oder andere allzu sehr zu beschämen. Möget Ihr alle "Jederzeit wieder!" auf Eure Grabsteine schreiben können.

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Leseprobe: "Waschmaschinen über Prag"

Seit Juni letzten Jahres verfasse ich zusammen mit dem fabelhaften Benjamin Weissinger einen komischen Roman: "Waschmaschinen über Prag", ein Kolossalgemälde des aktuellen Uni- und Jungmenschenmilieus. Ein Riesenspaß, mit dem wir allerdings auch Geld verdienen wollen - wir schreiben hinter einer Paywall bei Patreon. War der Roman ursprünglich dafür gedacht, Leute zu werben, die unseren verkrachten Künstlerexistenzen unter die Arme greifen möchten, ist das Ganze jetzt mehr und mehr ausgeufert; wir denken schon darüber nach, ein Wiki anzulegen. Irgendwann soll das Ganze vielleicht sogar in Druck gehen.

Neue Folgen erscheinen zweimal wöchentlich, jeweils freitags bei Benjamin und montags bei mir. Wenn Euch die Leseprobe gefällt, würden wir uns freuen, wenn Ihr uns unterstützt. Auf unseren Patreon-Seiten gibt es außerdem jede Menge anderen amüsanten Unfug, Vorab-Previews, Hinterher-Reviews und ungeschönte Einblicke in die Schmuddelwerkstatt zweier zerfahrener Gestalten.

Wer nicht …
Heinrich Wefing schreibt in der "Zeit":

"Überall in Europa steht der Rechtsstaat unter Druck. Rechte und linke Populisten untergraben seine Fundamente: die Gewaltenteilung, die Unabhängigkeit der Justiz, die Menschenrechte. Wer sie nicht verteidigt, hilft den Autokraten."

Jaja, wenn eines uns Sorgen machen muß, dann die zahlreichen linken Regime in Europa, von denen das gefährlichste das einer deutschen Linkspartei ist, die regelmäßig sogar Platz vier oder fünf bei Wahlen erreicht. Ihre Vorhaben sind mindestens mit denen Orbáns vergleichbar: jener will gleich die Justiz abschaffen, diese immerhin das Busticket - beides Fundamente unseres Rechtsstaats!

Daß aber einer inmitten eines europaweiten Rechtsrucks den Himmel noch immer voller Hufeisen hängen haben kann, dafür bedarf es wahrscheinlich des kuschelweichen Kokons eines deutschen Qualitätsfeuilletons...
Fitness-Armbänder sind die Freundschaftsbändchen der 10er Jahre.