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Einerseits schön, daß die Leute sich im Zeitalter auseinanderfallender Lebenswelten und Filterbuden parteien- und irrsinnsübergreifend trotzdem noch auf Gemeinsames einigen können. Zum Beispiel auf die Vokabel "widerwärtig" (auch "ekelhaft",  "wiederlich" bzw. "eckelig", "eckelhaft"), die man, oft als Ein-Wort-Kommentar hingeschmettert, nun wirklich überall sieht: auf Reichsbürger- und Juso-Seiten, in den Kommentarbereichen von "Jungle World" bis "Compact", bei Diekmann und bei Lejeune. Alle sehen sich gegenseitig als "Dreck", "Schmutz" und letztlich nur durch Auslöschung zu bereinigendes Hygieneproblem, im analen Bedürfnis nach porentief ausgekärcherten Diskursen und sauberen Ansichten heben sich überall die Sagrotanfläschchen. Als Quartalsputzteufel finde ich das natürlich erst mal gut, andererseits: Sehr viel Abstand zum Kakerlaken, Parasiten und Volksschädling ist dann auch nicht mehr. Liebe Leute, es gibt so schöne Möglichkeiten, sich zu beschimpfen; laßt doch Euren inneren Reichsseuchenwart doch erst mal im Kabuff.

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Kauft nicht bei Deutschen!

Wegen Ihres November-Covers "Kauft nicht bei Deutschen" erhält die Redaktion der "Konkret" derzeit Post von der scheint's völlig entfesselten Polizei Hamburg. Den zugehörigen Leitartikel hatte damals ich verfaßt; er wird hier ungekürzt wiedergegeben.
SBD - Kauft nicht bei Deutschen!
Dieser Aufruf richtet sich an die deutsche Zivilgesellschaft, vor allem an die hiesigen Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Berufs- und Wirtschaftsverbände sowie an alle Gruppen und Personen, die sich dem Frieden™ und der guten Laune verpflichtet fühlen.Es ist der Redaktion dieser Zeitschrift zu Ohren gekommen, daß einige ihrer Leserinnen und Leser immer noch bedenkenlos Produkte und Dienstleistungen konsumieren, die auf dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches produziert werden. Gutgemeinte Warnkampagnen wie “Made in Germany”, die von ehemaligen Opfern Deutschlands ins Leben gerufen wurden, haben ihre Funktion weitgehend eingebüßt, werden teilweise sogar als geschmackloses Qu…

Endlich

Die Arbeit von zwei Jahren trägt endlich Früchte: Ich kann nun an sieben Punkten der Wohnung sitzender- und liegenderweis mein Handy aufladen, mit diskret vertäuten, stabil konstruierten USB-Kabeln, die nicht plötzlich kaputtgehen oder "verschwinden", "liebe" Übernachtungsgäste. Ich möchte nicht übertreiben, aber der Aufwand entsprach in etwa dem der Sixtinischen Kapelle. Kommende Generationen werden mir danken für dieses Denkmal der Bequemlichkeit.Damit ist meine Aufgabe auf Eurem Planeten erfüllt *beamt sich raus*
Mit den sog. Drogen verbindet mich praktisch nichts. Nie ein Bedürfnis gehabt, nie sonderlich gute Erfahrungen gemacht. Wenn mich Freunde zum Konsum überredeten, lief es meist darauf hinaus, daß wir gemeinsam auf dem Sofa saßen und auf die Wirkung warteten, während ich eigentlich nur ins Internet wollte. Wenn die Wirkung dann endlich eintrat, mußte ich geduldig Gesichtsprickeln, Gedankenwirrsal und den Anblick meiner peinlich entrückten Freunde über mich ergehen lassen; das Bedürfnis nach Internet in dieser Zeit wurde dadurch nur stärker, geradezu quälend. Große Erleichterung, wenn Freund und Rausch dann fort waren und ENDLICH WIEDER INTERNE T