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Hier gratis WLAN

Plötzlich die Idee, mein schmalbrüstiges O2-WLAN, das meist schon bei gleichzeitigem Radiohören und E-Mail-Versenden zusammenbricht, per Freifunk o.ä. zu einem "offenen Netz" zu machen, es evtl. gar per Richtstrahlern weitläufig um meine Wohnung hin auszubreiten.

Schnell werden sich Bedürftige und Sparfüchse vor dem Haus sammeln, haschend nach Gratis-Bits - erst wenige, denen die Verbindung deswegen auch noch taugt, dann werden es immer mehr, deren Unzufriedenheit mit jedem Neuling zunimmt. Schließlich massieren sich unter meinem Fenster Rotten von Depravierten, allesamt genervt und frustriert, weil mal wieder nichts geht. Bald funkeln sie sich gegenseitig mißgünstig an, weil sie ja wissen, daß jeder von ihnen die Verbindung etwas schlechter macht; zu Stoßzeiten brechen gar Wort- und Raufhändel aus.

Manchmal, an schönen Sonnentagen, gehe ich dann aus dem Haus und mische mich inkognito unter sie; wärme mich an ihrer Frustration und Verzweiflung wie an einem lustig flackernden Kaminfeuer. Eventuell höre ich dazu Schuberts Ave Maria.

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Kauft nicht bei Deutschen!

Wegen Ihres November-Covers "Kauft nicht bei Deutschen" erhält die Redaktion der "Konkret" derzeit Post von der scheint's völlig entfesselten Polizei Hamburg. Den zugehörigen Leitartikel hatte damals ich verfaßt; er wird hier ungekürzt wiedergegeben.
SBD - Kauft nicht bei Deutschen!
Dieser Aufruf richtet sich an die deutsche Zivilgesellschaft, vor allem an die hiesigen Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Berufs- und Wirtschaftsverbände sowie an alle Gruppen und Personen, die sich dem Frieden™ und der guten Laune verpflichtet fühlen.Es ist der Redaktion dieser Zeitschrift zu Ohren gekommen, daß einige ihrer Leserinnen und Leser immer noch bedenkenlos Produkte und Dienstleistungen konsumieren, die auf dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches produziert werden. Gutgemeinte Warnkampagnen wie “Made in Germany”, die von ehemaligen Opfern Deutschlands ins Leben gerufen wurden, haben ihre Funktion weitgehend eingebüßt, werden teilweise sogar als geschmackloses Qu…

Endlich

Die Arbeit von zwei Jahren trägt endlich Früchte: Ich kann nun an sieben Punkten der Wohnung sitzender- und liegenderweis mein Handy aufladen, mit diskret vertäuten, stabil konstruierten USB-Kabeln, die nicht plötzlich kaputtgehen oder "verschwinden", "liebe" Übernachtungsgäste. Ich möchte nicht übertreiben, aber der Aufwand entsprach in etwa dem der Sixtinischen Kapelle. Kommende Generationen werden mir danken für dieses Denkmal der Bequemlichkeit.Damit ist meine Aufgabe auf Eurem Planeten erfüllt *beamt sich raus*
Mit den sog. Drogen verbindet mich praktisch nichts. Nie ein Bedürfnis gehabt, nie sonderlich gute Erfahrungen gemacht. Wenn mich Freunde zum Konsum überredeten, lief es meist darauf hinaus, daß wir gemeinsam auf dem Sofa saßen und auf die Wirkung warteten, während ich eigentlich nur ins Internet wollte. Wenn die Wirkung dann endlich eintrat, mußte ich geduldig Gesichtsprickeln, Gedankenwirrsal und den Anblick meiner peinlich entrückten Freunde über mich ergehen lassen; das Bedürfnis nach Internet in dieser Zeit wurde dadurch nur stärker, geradezu quälend. Große Erleichterung, wenn Freund und Rausch dann fort waren und ENDLICH WIEDER INTERNE T