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Schenken ganz leicht

Dem Weihnachtsstreß entgehe ich heuer so elegant wie kosteneffektiv, mit Geschenken, die gerade im Kulturschaffenden- und Hornbrillenmilieu sehr gut ankommen.

Auf Amazon gibt es dekorative Leerflaschen im Zehnerpack zu beschämend niedrigen Preisen. Diese befülle ich mit gewöhnlichem Olivenöl von Aldi, hänge einen mit zittriger Hand verfaßten Zettel "Casa Barbone 11/17" an den Flaschenhals und erzähle im Rahmen der grandios angelegten Übergabezeremonie von einem Freund, der gelegentlich bei einem verwitterten kleinen Olivenölbauern in der kleinen kalabrischen Gemeinde Carpaccio vorbeikommt, welcher eigentlich nur mehr für Familie und enge Freunde kaltpreßt, und dergleichen mehr. Ich male mir die "Ohs" und "Ahs" sehr farbig aus, evtl. findet noch vor Ort eine Liveverkostung statt, wo dann nach Herzenslust über "Feuer", Polyphenole und Terroir fachsimpelt werden kann.

Sie sehen: Manufactum läßt sich sehr einfach auch zu Hause herstellen.

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Kauft nicht bei Deutschen!

Wegen Ihres November-Covers "Kauft nicht bei Deutschen" erhält die Redaktion der "Konkret" derzeit Post von der scheint's völlig entfesselten Polizei Hamburg. Den zugehörigen Leitartikel hatte damals ich verfaßt; er wird hier ungekürzt wiedergegeben.
SBD - Kauft nicht bei Deutschen!
Dieser Aufruf richtet sich an die deutsche Zivilgesellschaft, vor allem an die hiesigen Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Berufs- und Wirtschaftsverbände sowie an alle Gruppen und Personen, die sich dem Frieden™ und der guten Laune verpflichtet fühlen.Es ist der Redaktion dieser Zeitschrift zu Ohren gekommen, daß einige ihrer Leserinnen und Leser immer noch bedenkenlos Produkte und Dienstleistungen konsumieren, die auf dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches produziert werden. Gutgemeinte Warnkampagnen wie “Made in Germany”, die von ehemaligen Opfern Deutschlands ins Leben gerufen wurden, haben ihre Funktion weitgehend eingebüßt, werden teilweise sogar als geschmackloses Qu…

Endlich

Die Arbeit von zwei Jahren trägt endlich Früchte: Ich kann nun an sieben Punkten der Wohnung sitzender- und liegenderweis mein Handy aufladen, mit diskret vertäuten, stabil konstruierten USB-Kabeln, die nicht plötzlich kaputtgehen oder "verschwinden", "liebe" Übernachtungsgäste. Ich möchte nicht übertreiben, aber der Aufwand entsprach in etwa dem der Sixtinischen Kapelle. Kommende Generationen werden mir danken für dieses Denkmal der Bequemlichkeit.Damit ist meine Aufgabe auf Eurem Planeten erfüllt *beamt sich raus*
Mit den sog. Drogen verbindet mich praktisch nichts. Nie ein Bedürfnis gehabt, nie sonderlich gute Erfahrungen gemacht. Wenn mich Freunde zum Konsum überredeten, lief es meist darauf hinaus, daß wir gemeinsam auf dem Sofa saßen und auf die Wirkung warteten, während ich eigentlich nur ins Internet wollte. Wenn die Wirkung dann endlich eintrat, mußte ich geduldig Gesichtsprickeln, Gedankenwirrsal und den Anblick meiner peinlich entrückten Freunde über mich ergehen lassen; das Bedürfnis nach Internet in dieser Zeit wurde dadurch nur stärker, geradezu quälend. Große Erleichterung, wenn Freund und Rausch dann fort waren und ENDLICH WIEDER INTERNE T