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Posts

Es werden Posts vom Dezember, 2017 angezeigt.
Seit gefühlt 20 Jahren höre ich im Rundfunk alljährlich mindestens 1 Feature, in dem die "Aufbruchstimmung" im Iran gefeiert wird. Die sieht dann immer so aus, daß junge Leute heimlich Metal hören, Facebook haben oder Chupachups essen, was dann regelmäßig zu Tränen der Rührung bei den Korrespondenten führt.

Wenn dieselben jungen Leute dann aber etwas Grundsätzliches gegen die korrupten Zauberpriester unternehmen möchten, die ihnen eben nicht nur die Chupachups wegnehmen, sondern sie im Zweifel wenig featuretauglich an den Galgen bringen, hält bei denselben Korrespondenten plötzlich große Nachdenklichkeit vor. Jede Herrschaft ist nun mal unmittelbar von Gott, und Gewalt sowieso immer falsch. Auch ist es immer sehr belastend, wenn die Erwartungen an einen Kulturkreis enttäuscht werden, in welchem die Leute doch so herrlich ihr Glück im Winkel feiern könnten und eigentlich nur aufpassen müßten, sich nicht in die falschen Leute zu verlieben.

Aufpassen muß man schließlich auch i…
Es gehört Mut dazu, die Zukunft zu wollen. Wenn wir heute über kurzsichtig benamste Geschäfte wie "Blume 2000" spotten, hat das deshalb auch immer etwas Schäbiges. Die Gründer von "Blume 2000" waren keine Marketingtölpel oder Luftikusse. Sie waren Humanisten, erfüllt von Optimismus und Fortschrittsglauben - sie wollten die Zukunft der Blume schon jetzt, sie wollten verchromte Chrysanthemen vom Aukturn und seltsame Fungi vom Yuggoth statt den Rosentulpennelken-Einheitsbrei! Und zwar für alle! Kaum vermochten sie zu ahnen, daß ihre Unternehmung bis ins 21. Jahrhundert überleben sollte; sie dachten hier, verblüffend genug für einen Discounter, völlig uneigennützig.Ob den Schweizerischen Nachahmern "Blume 3000" ähnlich edle Motive unterstellt werden können? Das Jahr 3000 ist so lächerlich weit entfernt, die damit zusammenhängenden Ideen verworren; dementsprechend sehen "Blume 3000"-Läden auch aus. "Frisch und fair" - kaum vorstellbar, daß …
Wer schnell noch seinen Lieben eine Freude machen möchte, sollte daran denken, wieviel Jubel oft schon ein Eimer auslösen kann. In diesem japanischen Modell (Aimeru) kann man zum Beispiel Müll nicht nur sammeln, sondern auch einfrieren oder sogar aufkochen. Und wer trotzdem noch gut vorweihnachtlich mit dem Strick liebäugelt: Bis zu einem Gewicht von 150kg ist der Aimeru die perfekte Abflugstation in ein schöneres und vielseitigeres Jenseits. :-)

Kauft nicht bei Deutschen!

Wegen Ihres November-Covers "Kauft nicht bei Deutschen" erhält die Redaktion der "Konkret" derzeit Post von der scheint's völlig entfesselten Polizei Hamburg. Den zugehörigen Leitartikel hatte damals ich verfaßt; er wird hier ungekürzt wiedergegeben.
SBD - Kauft nicht bei Deutschen!
Dieser Aufruf richtet sich an die deutsche Zivilgesellschaft, vor allem an die hiesigen Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Berufs- und Wirtschaftsverbände sowie an alle Gruppen und Personen, die sich dem Frieden™ und der guten Laune verpflichtet fühlen.Es ist der Redaktion dieser Zeitschrift zu Ohren gekommen, daß einige ihrer Leserinnen und Leser immer noch bedenkenlos Produkte und Dienstleistungen konsumieren, die auf dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches produziert werden. Gutgemeinte Warnkampagnen wie “Made in Germany”, die von ehemaligen Opfern Deutschlands ins Leben gerufen wurden, haben ihre Funktion weitgehend eingebüßt, werden teilweise sogar als geschmackloses Qu…
Finde gut, daß Gabriel noch mal darauf hinweist, weroderwas wirklich schuld ist am Niedergang der SPD: die Ehe für alle respektive Homos.Wir erinnern uns: 1998 beschloß eine Riege hochrangiger Homosexueller, daß jetzt mal gut sei mit Sozialklimbim und Rentenscheiße, sondern das ganze Geld lieber von VW im Puff durchgeballert werden müsse (im Homo-Puff, natürlich). Über zwanzig Jahre schufen Homosexuelle aus Eitelkeit und Haß auf die Mehrheitsgesellschaft einen ausufernden prekären Niedriglohnsektor, sparten die Bildung kaputt und entsolidarisierten die Gesellschaft, indem sie die Abstiegsängste der Mittelschicht als Wut auf Hartz-IV-beziehende  "Parasiten" (Müntefering, Homo-Fürst) kanalisierten. Ihre Niedertracht ging so weit, ihr Kernanliegen, die "Ehe für alle", jahrelang auf die lange Bank zu schieben, bis sich Homokanzlerin Merkel der Sache in der Mittagspause annahm. Dann versuchten die Homosexuellen auch noch, das wiederum als ihren Sieg darzustellen, und kü…
Gestern sehr befriedigendes Erlebnis: Jemand, den ich vor fünf Jahren in einem Artikel beschimpft hatte, DANKT mir nachträglich dafür. Obwohl er zunächst tief gekränkt gewesen sei, habe mein Artikel viele Dinge bei ihm geistig in Bewegung gebracht; er sei nun geläutert, ein besserer Mensch etc.

Das ist natürlich schön und gut und letztlich auch Ziel meiner Arbeit; noch schöner wäre es allerdings, wenn die Leute dahin kämen, sich nicht erst nach fünf Jahren zu bedanken, sondern DIREKT nach der Beschimpfung: "Idiot!" - "Danke, stimmt!" Doch scheint mir, die Menschen sind einfach noch nicht so weit.
Mit den sog. Drogen verbindet mich praktisch nichts. Nie ein Bedürfnis gehabt, nie sonderlich gute Erfahrungen gemacht. Wenn mich Freunde zum Konsum überredeten, lief es meist darauf hinaus, daß wir gemeinsam auf dem Sofa saßen und auf die Wirkung warteten, während ich eigentlich nur ins Internet wollte. Wenn die Wirkung dann endlich eintrat, mußte ich geduldig Gesichtsprickeln, Gedankenwirrsal und den Anblick meiner peinlich entrückten Freunde über mich ergehen lassen; das Bedürfnis nach Internet in dieser Zeit wurde dadurch nur stärker, geradezu quälend. Große Erleichterung, wenn Freund und Rausch dann fort waren und ENDLICH WIEDER INTERNE T

Mein letzter Wille

Leute, ich werde keinen leiblichen Erben hinterlassen, deswegen geht mein Vermögen an jenen Follower, der die Nacht in der alten Imbißartikelfabrik überlebt.