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Finde gut, daß Gabriel noch mal darauf hinweist, weroderwas wirklich schuld ist am Niedergang der SPD: die Ehe für alle respektive Homos.

Wir erinnern uns: 1998 beschloß eine Riege hochrangiger Homosexueller, daß jetzt mal gut sei mit Sozialklimbim und Rentenscheiße, sondern das ganze Geld lieber von VW im Puff durchgeballert werden müsse (im Homo-Puff, natürlich). Über zwanzig Jahre schufen Homosexuelle aus Eitelkeit und Haß auf die Mehrheitsgesellschaft einen ausufernden prekären Niedriglohnsektor, sparten die Bildung kaputt und entsolidarisierten die Gesellschaft, indem sie die Abstiegsängste der Mittelschicht als Wut auf Hartz-IV-beziehende  "Parasiten" (Müntefering, Homo-Fürst) kanalisierten. Ihre Niedertracht ging so weit, ihr Kernanliegen, die "Ehe für alle", jahrelang auf die lange Bank zu schieben, bis sich Homokanzlerin Merkel der Sache in der Mittagspause annahm. Dann versuchten die Homosexuellen auch noch, das wiederum als ihren Sieg darzustellen, und kürzten derweil noch mehr Sozialprogramme. Perfide, diese Homos!

Neinnein, im Grunde ist alles viel einfacher: Die Emanzipationsbewegungen haben sich halt damals in weiser Voraussicht entschieden, ihr Glück nicht an das Schicksal der sozialdemokratischen Parteien in Europa zu binden; ein Schritt, den diese ihnen nie verziehen haben. Daß die Erfolge der Emanzipationsbewegungen heute als "Identitätspolitik" so prominent und angreifbar in der Landschaft stehen, man von der sozialen Frage aber überhaupt nichts mehr hört, liegt daran, daß es auf sozialdemokratischer Seite keinerlei vergleichbaren Erfolge gab - wie denn auch. Gabriels rhetorischer Trick ist es nun, den Emanzipationsbewegungen vorzuwerfen, nicht auch noch die Arbeit der SPD gemacht zu haben. Ja, statt ständig nur das eigene Leid zu thematisieren, hätten die lieben Randgruppen ihr egoistisches Interesse am eigenen Überleben selbstlos hintanstellen müssen, um hinterdrein die Trümmer aufzuräumen, die die SPD hinterlassen hat.

Nun werden sie von der SPD nicht nur eingemeindet - "wir" hätten unsere Energie anders einsetzen sollen -, sondern auch zum Schweigen verdonnert: Damit die SPD nicht so im Schatten steht, sollen die anderen ihr Licht untern Scheffel stellen. Ja Pfeifendeckel.

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Neue Folgen erscheinen zweimal wöchentlich, jeweils freitags bei Benjamin und montags bei mir. Wenn Euch die Leseprobe gefällt, würden wir uns freuen, wenn Ihr uns unterstützt. Auf unseren Patreon-Seiten gibt es außerdem jede Menge anderen amüsanten Unfug, Vorab-Previews, Hinterher-Reviews und ungeschönte Einblicke in die Schmuddelwerkstatt zweier zerfahrener Gestalten.

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