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Sehr amüsiert habe ich mich ja aber über diesen Taz-Artikel, der sich darüber beklagt, daß im ganzen schönen Koalitionsvertrag keiner an die Hartz-IV-Empfänger gedacht hat. Warum das so ist, darüber macht sich der Artikel keine Gedanken, dabei ist es doch eigentlich ganz einfach: Die bruchlose, brutale Fortsetzung von Hartz IV ist das einzige und zentrale Thema der Großen Koalition. Sie geht allen anderen Themen so sehr voran, daß sie nicht einmal erwähnt werden braucht, sie versteht sich von selbst. Hartz IV ist der Garant für europaweit konkurrenzlos niedrige Löhne, für bizarre Flexibilitäts- und Zeitarbeitskonstrukte, für die fortschreitende Durchdringung aller Gesellschaftsbereiche mit der Ideologie der Selbstausbeutung und der Verachtung von allem, was schwach ist. Nicht zuletzt ist Hartz IV auch Voraussetzung für die deutsche Dominanz des europäischen Wirtschaftsraums. Hartz IV ist der zentrale Wirtschaftsfaktor der Berliner Republik, Dutzende Branchen sind unmittelbar von seiner Weiterexistenz abhängig. Der Gedanke, daß ein Leben und Arbeiten ohne Hartz IV möglich war und ist, darf deshalb nicht einmal als Spinnerei irgendwo auftauchen. Der aktuellen SPD-Führung ist die Fortsetzung von Hartz IV sogar wichtiger als das Überleben der eigenen Partei, die, Umfragen haben's gezeigt, tatsächlich nur mehr durch das Versprechen von Korrekturen an Hartz IV Land gewinnen könnte. Die einzigen, die das nicht merken, sind die armen Irren an der Parteibasis, aber die merken ja schon seit zehn Jahren nichts mehr.

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Kauft nicht bei Deutschen!

Wegen Ihres November-Covers "Kauft nicht bei Deutschen" erhält die Redaktion der "Konkret" derzeit Post von der scheint's völlig entfesselten Polizei Hamburg. Den zugehörigen Leitartikel hatte damals ich verfaßt; er wird hier ungekürzt wiedergegeben.
SBD - Kauft nicht bei Deutschen!
Dieser Aufruf richtet sich an die deutsche Zivilgesellschaft, vor allem an die hiesigen Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Berufs- und Wirtschaftsverbände sowie an alle Gruppen und Personen, die sich dem Frieden™ und der guten Laune verpflichtet fühlen.Es ist der Redaktion dieser Zeitschrift zu Ohren gekommen, daß einige ihrer Leserinnen und Leser immer noch bedenkenlos Produkte und Dienstleistungen konsumieren, die auf dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches produziert werden. Gutgemeinte Warnkampagnen wie “Made in Germany”, die von ehemaligen Opfern Deutschlands ins Leben gerufen wurden, haben ihre Funktion weitgehend eingebüßt, werden teilweise sogar als geschmackloses Qu…

Endlich

Die Arbeit von zwei Jahren trägt endlich Früchte: Ich kann nun an sieben Punkten der Wohnung sitzender- und liegenderweis mein Handy aufladen, mit diskret vertäuten, stabil konstruierten USB-Kabeln, die nicht plötzlich kaputtgehen oder "verschwinden", "liebe" Übernachtungsgäste. Ich möchte nicht übertreiben, aber der Aufwand entsprach in etwa dem der Sixtinischen Kapelle. Kommende Generationen werden mir danken für dieses Denkmal der Bequemlichkeit.Damit ist meine Aufgabe auf Eurem Planeten erfüllt *beamt sich raus*
Mit den sog. Drogen verbindet mich praktisch nichts. Nie ein Bedürfnis gehabt, nie sonderlich gute Erfahrungen gemacht. Wenn mich Freunde zum Konsum überredeten, lief es meist darauf hinaus, daß wir gemeinsam auf dem Sofa saßen und auf die Wirkung warteten, während ich eigentlich nur ins Internet wollte. Wenn die Wirkung dann endlich eintrat, mußte ich geduldig Gesichtsprickeln, Gedankenwirrsal und den Anblick meiner peinlich entrückten Freunde über mich ergehen lassen; das Bedürfnis nach Internet in dieser Zeit wurde dadurch nur stärker, geradezu quälend. Große Erleichterung, wenn Freund und Rausch dann fort waren und ENDLICH WIEDER INTERNE T