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Posts

Es werden Posts vom März, 2018 angezeigt.
Eine Art Ruhm, auf die ich gut verzichten könnte, aber muß jeder selber wissen
Ich habe das Buch von Olaf Scholz gelesen. Es besteht Grund zur Sorge.

Wenn ich eine App wäre, wäre ich "Samsung Wallet". Obwohl keiner weiß, wozu es sie gibt, wird sie automatisiert aufgerufen, nur um dann nach wenigen Augenblicken Betrieb wieder abzustürzen. Ständig finden Updates statt, deren Effekt man jedoch nie bemerkt. Der Energie- und Datenverbrauch ist aber zu gering, als daß man ernsthaft etwas gegen sie unternehmen müßte.

Leseprobe: "Waschmaschinen über Prag"

Seit Juni letzten Jahres verfasse ich zusammen mit dem fabelhaften Benjamin Weissinger einen komischen Roman: "Waschmaschinen über Prag", ein Kolossalgemälde des aktuellen Uni- und Jungmenschenmilieus. Ein Riesenspaß, mit dem wir allerdings auch Geld verdienen wollen - wir schreiben hinter einer Paywall bei Patreon. War der Roman ursprünglich dafür gedacht, Leute zu werben, die unseren verkrachten Künstlerexistenzen unter die Arme greifen möchten, ist das Ganze jetzt mehr und mehr ausgeufert; wir denken schon darüber nach, ein Wiki anzulegen. Irgendwann soll das Ganze vielleicht sogar in Druck gehen.

Neue Folgen erscheinen zweimal wöchentlich, jeweils freitags bei Benjamin und montags bei mir. Wenn Euch die Leseprobe gefällt, würden wir uns freuen, wenn Ihr uns unterstützt. Auf unseren Patreon-Seiten gibt es außerdem jede Menge anderen amüsanten Unfug, Vorab-Previews, Hinterher-Reviews und ungeschönte Einblicke in die Schmuddelwerkstatt zweier zerfahrener Gestalten.

Wer nicht …
In Berlin ist die Mauer jetzt an so vielen Stellen restauriert, ironisch zitiert und gedenklerisch appropriiert, daß sie wohl bald anfangen werden, der Stimmung halber auch wieder auf Leute zu schießen.
Nachher fahre ich mit einem Zweite-Person-gratis-Gutschein der Bahn, bzw. werde den Versuch unternehmen, mit diesem zu reisen. Schon jetzt durchströmt, ja elektrisiert mich die vollkommene, durch nichts zu erschütternde und nahezu religiöse Gewißheit, daß das irgendwie nicht geht, weil der Gutschein ja nur für die Erste Klasse in einem begrenzten Zeitraum und nur in der Winterzeit galt, darüber hinaus eine anhängige Klage beim Menschengerichtshof alle Gutscheine zeitweilig unwirksam macht und der Schaffner einen Ermessensspielraum hat, der dieses Mal leider zu meinen Ungunsten ermessen wird etc. Dies ist alles so niederschmetternd sicher und wahrscheinlich, daß es fast wieder etwas Befreiendes, ja Erlösendes hat, eine Insel der Stabilität in krisisumwölkten Zeiten, so ähnlich wie Sterben, was ja auch nicht schön ist
Für die Taz-Wahrheit habe ich die aktuellen Entwicklungen bei Suhrkamp unter die Leselupe genommen.
Früher stand hier noch "Arbeit - Angst - Konsum" drauf und diese Botschaft fand ich weniger bedrohlich.